Meerwasseraquarium

Mit der immensen Auswahl an schönen Meerwasserfischen ist es kein Wunder daß sich viele Aquarienhalter auch ein Meerwasseraquarium einrichten wollen. Viele Leute meinen jedoch daß ein Meerwasseraquarium viel schwieriger als ein Süßwasseraquarium zu unterhalten sei. Dies stimmt jedoch nicht ganz. Bei beiden gibt es einfach und schwierig zu haltende Fische. Salzwasserfische und Wirbellose sind nicht unbedingt schwieriger in ihrer Haltung, sie haben einfach nur andere Bedürfnisse als Süßwasserfische und sind oft nur etwas empfindlicher wenn man Fehler macht.

Leopard DrückerfischIn einem Meerwasseraquarium kann man die schönsten Fische und Lebewesen aus der Unterwasserwelt halten. Ein Meerwasseraquarium mit einem fantastischem Korallenriff kann zu einer dynamischen Präsenz in jedem Haus, Büro oder Klassenzimmer werden, sein Anblick lehrsam und beruhigend sein und zu einer lebenslangen Leidenschaft werden.

Ein Meerwasseraquarium ist ein Aquarium um Meerwasserfische und Pflanzen in einem geschlossenen Raum zu halten. Meerwasseraquarien kann man in Aquarien mit nur Fischen, in Aquarien mit Fischen und lebenden Steinen und in Riffaquarien unterteilen. Aquarien mit nur Fischen enthalten oft große und/oder sehr agressive Seefische und funktionieren mit mechanischen und chemischen Aquariumfiltern. Riffaquarien und Aquarien mit Fischen und lebenden Steinen verlassen sich bei der Wasserfilterung auf die lebenden Steine. Lebende Steine bestehen aus Korallenskeletten, herbergen nützliche, stickstoffabbauende Bakterien und bieten damit eine mehr natürliche und biologische Art der Wasserfilterung.

Die Haltung von Seefischen unterscheidet sich, aufgrund der Unterschiede zwischen Salz- und Süßwasser und den daraus resultierenden Unterschieden in der Anpassung der Fische an ihr neues Zuhause, grundlegend von der Haltung von Zierfischen in einem Süßwasseraquarium. Ein stabiles Salzwasseraquarium erfordert mehr technisches Aquarium Zubehör und eine strengere Kontrolle der Wasserqualität. Meerwasserfische sind meist etwas schwieriger erhältlich und teurer als Süßwasserfische, sind dagegen meist aber auch viel spektakulärer und aufsehenerregender.

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Die Hauptkomponenten zum Einrichten eines Meerwasseraquariums sind ein Aquarium aus Glas oder Acryl, Filtration, Heizung und Beleuchtung. Salzwasseraquarien gibt es in allen Größen und wer kaum Platz hat kann sich für ein Mini Aquarium, bzw. Nano Meerwasseraquarium, entscheiden. Kleine Aquarien sind jedoch schwieriger in ihrer Wartung und die meisten Meerwasseraquarien haben darum ein Volumen von 160-400 Liter.

Meerwasseraquarien brauchen in der Regel ein mehr komplexes Filtersystem als Süßwasseraquarien und sind meist mit einem mechanischen oder chemischen Filter und einem Eiweißabschäumer ausgestattet. Eiweißabschäumer sind sehr nützlich in Meerwasseraquarien, für Süßwasseraquarien ungeeignet und entfernen organische Verbindungen vor ihrem Abbau durch Bakterien. Eiweißabschäumer werden auch bei der „Berliner Methode“ verwendet, ein Verfahren das sich bei der Wasserreiningung hauptsächlich auf lebende Steine und einen regelmäßigen Teilwasserwechsel verläßt.

Zu vielen Meerwasseraquarien gehört ein sogenannter Sumpf, ein externer Behälter der mittels einer Wasserpumpe mit dem Aquarium verbunden ist. Der Sumpf steht meist im Aquarium Unterschrank, pumpt unentwegt Wasser ins Aquarium das danach mit Hilfe eines Überlaufs wieder in den Sumpf zurückfließt. Ein Sumpf bietet viele Vorteile, sowohl für die Wasserqualität als auch für das Aussehen des Aquariums. Zubehör wie Filter, Eiweißabschäumer, Heizung usw. befindet sich nicht im Aquarium sondern im Unterschrank ohne dabei das Erscheinungsbild des Aquariums zu beeinträchtigen, der Wasserstand im Aquarium bleibt immer gleich und die ständige Zirkulation fügt dem Wasser extra Sauerstoff zu.

Meerwasseraquarien sind meist tropische Aquarien und darauf ausgerichtet um Meerestiere aus den Tropen zu halten. Dabei handelt es sich gewöhnlich um Riffaquarien oder Aquarien mit nur Fischen mit einer Wassertemperatur zwischen 24-28 Grad Celsius. Kaltwasseraquarien, mit einer Wassertemperatur zwischen 10-24 Grad sind eher selten. Kaltwasserfische sind, bis auf einige Ausnahmen wie die braune Seedahlie oder dickhörnige Seerose, in der Regel meist grau und matt und wenig farbenprächtig und zudem auch noch schwieriger zu warten.