Siamesische Kampffische (Betta Splendens) stammen ursprünglich aus
Thailand, Vietnam, China und einigen angrenzenden Gebieten und gehören heutzutage zu den beliebtesten Zierfischen
bei Aquariern. Ihre leuchtenden Farben und aktiver Lebensstil machen Sie zu begehrten Fischen, sowohl bei Anfängern
als auch bei Aquarium-Experten. Siamesische Kampffische sind verhältnismäßig leicht zu halten und sind darum
besonders für Leute mit wenig Zeit zur Aquariumpflege geeignet.
Ihren Namen tragen Kampffische, insbesondere die männlichen
Exemplare, wegen ihrem territorialen und aggressivem Verhalten. Männliche Kampffische werden selbst ihr Spiegelbild
angreifen und man darf Sie darum nie zusammen in einem Aquarium halten, oder Sie werden einander bis zum Tod des
verlierenden Fisches bekämpfen. Besonders in kleinen Aquarien ohne Fluchtmöglichkeiten für den Verlierer. Betta
Splendens wurde zuerst in Thailand, dem früheren Siam, als Kampffische für Wettkämpfe gezüchtet und daher auch der
Name "Siamesische Kampffische".
Weibliche Kampffische sind ebenfalls aggressiv und stehen ebenfalls
dafür bekannt um einander zu bekämpfen, besonders wenn man nur 2 weibliche Fische im Aquarium hält. Dabei geht es
jedoch nicht um territoriale Ansprüche sondern hauptsächlich darum Wer der Herr (die Herrin) im Haus ist. Ein
drittes Weibchen, oder noch mehr, ins Aquarium setzen vermindert die Spannungen.
Kampffisch Arten
Die ersten bekannten Kampffische hatten keine leuchtenden Farben und
siamesische Züchter waren nur in ihren Kampffähigkeiten interessiert und konzentrierten sich hauptsächlich auf den
Aufbau von Ausdauer, Kraft, und ihrer typisch aggressiven Haltung. Die meisten Kampffische dieser Zeit hatten eine
grünlich-braune Farbe und, um ihren Gegnern keine Angriffsfläche zu geben, nur kurze Flossen.
Bei Kampffischen gibt es offenbar gewisse "Grundfarben-Gene", Gene
Die Sie entweder besitzen oder auch nicht. Ihre Grundfarbe ist gelb, gefolgt durch schwarz, rot und
blau. Desweiteren gibt es noch Unterfarben. "Blau-Gene" z.B. können sich als königliches Blau,
metallic blau oder als bläulich-grün zum Ausdruck kommen. Das wundervolle Königsblau ist in
Wirklichkeit eine Mischung aus anderen Blautönen.
Betta Fische unterscheiden sich jedoch nicht nur in ihren Farben,
sondern auch in der Form ihrer Flossen. Zu den bekanntesten Flossenformen gehören:
Veiltail (Schleierschwanz):
Etwa 80% der im Zoohandel erhältlichen Kampffische sind
Schleierschwanz-Männchen. Bei Veiltail-Flossen sind die unteren Flossen etwas länger als die
oberen Flossen und Kampffische dieser Art haben oft ein etwas rechteckiges oder
rautenförmiges
Aussehen. Veiltail Kampffische gelten unter Züchtern oft als eine minderwertige
Zuchtform.
Rundschwanz (Round Tail): Wie der Name schon
vermuten lässt haben Kampffische dieser Art eine runde Schwanzflosse. Der mittelste "Stachel" der Flosse ist dabei
am längsten und die restlichen Stachel (Zacken) werden nach außen hin immer kürzer wodurch eine runde Form
entsteht.
Delta Flossen: Bei diesen Arten hat der Schwanz eine
dreieckige Form und Fische mit den breitesten Deltaflossen sind unter Betta-Liebhabern heiß begehrt.
Halbmond (Halfmoon): Deltaflossen können so breit
sein daß Sie einem Halbmond gleichen und, wenn Dies der Fall ist, nennt man Sie nicht länger Deltaflossen sondern
Halbmondflossen.
Doppelschwanzflosse: Bei Kampffischen mit einer
Doppelschwanzflosse ist der Schwanz in zwei Hälften unterteilt und Kampffische dieser Art sind genetische
Seltenheiten Die man wahrscheinlich nie in einer Tierhandlung finden wird.
Crown Tail (Kronenschwanzflosse): Bei dieser
Zuchtform sind die Stacheln bedeutend länger als die eigentliche Flosse wodurch Sie den Zacken in einer Krone
ähneln.
Kampffisch vergesellschaften
Wie schon erwähnt soll man männliche Kampffische nicht zusammen in
einem Aquarium halten. Aber auch bei Männchen und Weibchen in einem Becken muß man
vorsichtig sein. Falls das Männchen zu aggressiv ist sollte man das Weibchen in einem anderen Becken
unterbringen.
Im Prinzip verhalten sich männliche Betta Fische nur aggressiv
gegenüber anderen Männchen der eigenen Sorte. Bei anderen Fischsorten mit ebenfalls langen Flossen muß man, weil
Kampffische Sie mit Rivalen der eigenen Sorte verwechseln können, jedoch ebenfalls vorsichtig sein.
Ungeeignete Fischsorten:
Große Tetras Goldfische Guppys Große Barsche Große Panzerwelse Neons Große Makropoden Große Guramies
Geeignete Fischsorten:
Kardinalfische Bärblinge Zebrafische Platys Kleine Panzerwelse Saugmaulwelse Neonsalmler Kleine Guramies Kleine Makropoden Dornaugen
Dies waren nur ein paar geeignete Fischsorten. Sicher gibt es noch
Viele mehr. Als Faustregel gilt das Beifische am Besten immer kleiner als die Kampffische sein sollen.
Kampffische Haltung
Die Haltung von Kampffischen ist verhältnismäßig einfach und die
Fische stellen keine hohen Anforderungen.
Aquarium: Obwohl Kampffische auch in sehr kleinen
Aquarien überleben sollte man Sie besser in einem größeren Becken mit ausreichend Bewegungsfreiheit und einer
ausreichend großen Wasseroberfläche zum Atmen halten. Das Aquarium sollte über eine Abdeckung verfügen, oder die
Fische werden aus dem Wasser springen.
Wasser: Kampffische brauchen sauberes Wasser mit
einem PH-Wert von 6,5-7,5 und einer Temperatur von 27-30 Grad. Ein Aquariumfilter
ist dabei nicht unbedingt notwendig und wenn schon dann nur einen kleinen Filter verwenden. Zu starke Filter
verursachen Stress bei den Fischen. Um bakteriellen und/oder Pilzinfektionen vorzubeugen sollte man alle 3 Tage ca.
30% des Wassers auswechseln. Der Boden des Beckens muß regelmäßig von Futterresten, Fischkot und anderen
Schmutzpartikeln gereinigt werden.
Futter: Kampffische sind wählerische Esser und
brauchen eine abwechslungsreiche Ernährung. Dazu eignet sich Lebend- oder Frostfutter wie Mückenlarven, Daphnien,
Tubifex, Pelletfutter, gefriergetrocknetes Futter, feines Granulatfutter und Gemüse (z.B. grüne Bohnen in winzigen
Portionen).