Wer sich ein Aquarium
einrichten will hat die Wahl aus einem Meerwasseraquarium, einem
tropischen Süßwasseraquarium und einem Kaltwasseraquarium. Kaltwasseraquarien sind die ursprünglichsten Aquarien
und sind im Prinzip für Fische aus heimischen Gewässern geeignet.
Ein Kaltwasseraquarium braucht keine Heizung und spart somit eine
Menge Strom, andererseits kann es im Sommer jedoch schnell zu heiß im Haus werden und das Aquarium muß gekühlt
werden. Aquariumkühler gibt es als Kühlventilatoren und als Durchlaufkühler. Kühlventilatoren sind eher für
tropische Aquarien geeignet, worin das Wasser, bei sommerlichen Temperaturen von über 30 Grad im Raum, nur um
einige Grade gekühlt werden muß. Kaltwasserfische vertragen keine tropischen Wassertemperaturen und zum Kühlen
eines Kaltwasseraquariums sind Kühlventilatoren darum unzureichend und braucht man einen teuren Durchlaufkühler.
Durchlaufkühler kosten mindestens ein paar hundert Euro und verbrauchen zudem auch noch Strom. Ob ein
Kaltwasseraquarium wirklich billiger als ein tropisches Aquarium ist, ist darum
zweifelhaft.
Ein weiterer Nachteil von Kaltwasseraquarien ist daß es, im Gegensatz
zu tropischen Sorten, nur wenige Sorten an Kaltwasserfischen im Aquariumhandel gibt und der Spielraum bei der
Aquariumeinrichtung dadurch ziemlich begrenzt ist. Obwohl tropische Aquarien beheizt werden müssen ist die
Aufwärmung von Aquariumwasser im Prinzip einfacher als dessen Kühlung und der Zierfischhandel konzentriert sich
darum hauptsächlich auf die Haltung von tropischen Aquarienfischen.
Kaltwasserfische zur Haltung in einem Kaltwasseraquarium
Goldfische:
Goldfische sind zweifellos die meistgehaltenen Kaltwasserfische und sind sowohl für Kaltwasseraquarien als auch für
Gartenteiche geeignet. Nachteil von Goldfischen ist daß Sie ziemlich groß werden können und das Wasser im Aquarium
stark verschmutzen. Wie alle Karpfenfische haben auch Goldfische keinen Magen und können einen Überschuß an
Proteinen nicht verdauen. Ein Kaltwasseraquarium mit Goldfischen braucht darum eine gute Filteranlage und einen
wöchentlichen Teilwasserwechsel von 30%-50% des Aquariuminhalts. Die ideale Temperatur zur Haltung von Goldfischen
liegt zwischen 18-24 Grad. Temperaturen unter 10 Grad und über 25 Grad können den Fischen sehr gefährlich
werden.
Kardinalfische:
Kardinalfische (Tanichthys albonubes) sind relativ kleine Fische, werden nicht größer als 4 cm und sind damit auch
für kleinere Aquarien geeignet. Sie haben eine große Temperaturtoleranz und überleben selbst Wassertemperaturen von
nur 5 Grad. Die ideale Wassertemperatur liegt jedoch zwischen 18-24 Grad. Kardinalfische brauchen ein gut
bepflanztes Becken mit offenem Raum zum Schwimmen. Es sind friedliche Schwarmfische und sollten in Gruppen von
mindestens 6 Exemplaren gehalten werden.
Danios: Danios
brauchen in etwa die gleichen Umgebungsbedingungen wie Kardinalfische und Beide können leicht zusammen im selben
Kaltwasseraquarium gehalten werden. Einziger Unterschied ist daß Danios etwas größer, bis zu 5 cm, werden. Sie
sollten ebenfalls in Gruppen von mindestens 6 Exemplaren gehalten werden und zur Aquariumpflege sollte man einen
wöchentlichen Teilwasserwechsel von 20% ausführen.
Guppys: Guppys
(Poecilia reticulata) sind beliebte Zierfische, überall leicht erhältlich und es gibt sie in vielen
Variationen.
Natürlich kann man sich seine Fische auch wild, in heimischen Bächen und Flüssen,
fangen. Man muß dann jedoch gut über deren Lebensbedingungen und Fressverhalten informiert sein.