Jedes Aquarium braucht einen Wasserkreislauf, um eine gute Filtration
zu ermöglichen, um zu verhindern daß sauerstoffarme und kalte Stellen im Aquarium entstehen, um alle für den
Stickstoffzyklus notwendigen Bakterien mit Nahrung zu versorgen und um übermäßiges Algenwachstum zu verhindern. In
Standardaquarien sorgen Aquarium Belüfter in der Regel für eine ausreichende Wasserzirkulation, in bepflanzten
Aquarien sollte die Wasseroberfläche jedoch ungestört bleiben um kein, für das Pflanzenwachstum notwendiges,
Kohlendioxid zu verlieren und sollten darum keine Aquarium Belüfter verwendet werden.
Eine Aquariumpumpe sorgt für die notwendige Wasserzirkulation, sowohl
im Aquarium als auch durch die Filteranlage, ohne unnötigen Gasaustausch. In einem typischen bepflanzten Aquarium
wird Wasser durch einen unter der Wasseroberfläche platzierten Einlauf angesaugt, durch den Aquariumfilter gepumpt
und durch einen, ebenfalls unter der Wasseroberfläche angebrachten, Auslauf wieder ins Aquarium zurückgepumpt. Die
Funktion einer Aquarienpumpe in einem bepflanzten Aquarium ist genau dieselbe wie Die des Herzens im menschlichen
Körper. Eine Aquariumpumpe Wasser durch einen Aquariumfilter wie das Herz Blut durch Nieren und Leber und diese
Analogie unterstreicht die Wichtigkeit der Aquariumpumpe bei der Aufrechterhaltung eines gesunden bepflanzten
Aquariums.
Für unbepflanzte Aquarien, ohne sauerstoffproduzierende
Wasserpflanzen, kann man sich eine Aquarium Luftpumpe anschaffen. Diese bringen nicht nur Sauerstoff ins Wasser und
Kohlendioxid aus dem Wasser sondern können auch für dekorative Zwecke (Luftblasen, Wasserfalleffekt) verwendet
werden.
Aquariumpumpen gibt es in mehreren Sorten, für unterschiedlich große
Aquarien und in unterschiedlichen Preisklassen. Obwohl das Auswählen einer Aquariumpumpe nicht gerade zum
aufregensten Teil der Einrichtung eines bepflanzten Aquariums gehört ist Dies dennoch einer der wichtigsten
Schritte zu einem gut funktionierenden Aquarium.
Wichtige Kriterien bei der Auswahl einer Aquariumpumpe:
Pumpenleistung: Die Pumpenleistung wird in Liter pro Stunde berechnet. Zum Beispiel wird eine 300 l/h (300
Liter pro Stunde) Aquariumpumpe alles Wasser in einem 150 Liter Becken zweimal pro Stunde zirkulieren lassen. Wird
das Wasser dabei durch einen Aquariumfilter gepumpt geht Dies auf Kosten der Pumpenleistung. Um einen ausreichenden
Wasserkreislauf zu gewährleisten muß man darum auch eine ausreichend starke Aquariumpumpe kaufen. Umgekehrt wird
eine zu starke Pumpe das Aquariumbecken in einen chaotischen Whirlpool verwandeln. Normalerweise wird der
Filterhersteller die minimal erforderliche Pumpenleistung in der Gebrauchsanweisung vermelden. In der Regel kann
man jedoch davon ausgehen daß die Pumpe eine etwas größere Kapazität als die minimal erforderliche Pumpenleistung
haben sollte.
Lebensdauer:
Die Aquariumpumpe ist eines der wenigen Geräte mit beweglichen Teilen im Aquarium und unterliegt somit Verschleiß.
Manche Pumpen funktionieren ohne interne Dichtungen Die korrodieren können. Korrosion tritt besonders bei
Meerwasser/Salzwasseraquarien auf, ist jedoch auch beim Einrichten von Süßwasseraquarien eine Überlegung
wert.
Wärmeerzeugung: Der Elektromotor in Aquarienpumpen erzeugt Wärme Die an das Wasser abgegeben wird. Zuviel Hitze
kann die Lebensdauer der Pumpe verkürzen und zu Problemen mit der Wassertemperatur führen.
Stromverbrauch: Eine Aquariumpumpe ist Tag und Nacht in Betrieb und ist, neben der Aquariumheizung und
Beleuchtung, eine der Hauptursachen für die Energiekosten eines Aquariums. Zur Senkung der Energiekosten sollten
man sich darum für eine Pumpe mit niedrigem Stromverbrauch entscheiden.
Lärm: Sofern
die Aquariumpumpe nicht voll eingetaucht betrieben wird sollte man den eventuell von einer Pumpe ausgehenden Lärm
nicht unterschätzen. Auf den Websites vieler Hersteller kann man Informationen bezüglich des Lärmpegels ihrer
Produkte finden.