Bei den meisten einfachen und Komplett-Aquarien ist die
Aquariumbeleuchtung bereits vorinstalliert und ausreichend für die Bedürfnisse von Aquarium-Anfängern. Wer mit der
Zeit jedoch mehr will oder ein Meerwasseraquarium einrichten will braucht in den meisten Fällen auch eine stärkere
Aquariumbeleuchtung.
Wie in allen Branchen werden auch in der Aquaristik alle Produkte,
einschließlich der Aquariumbeleuchtung, ständig verbessert und weiterentwickelt. Welche Art von Aquariumbeleuchtung
man braucht hängt von der Tiefe und Größe des Aquariums und den speziellen Lichtbedürfnissen der darin lebenden
Fische und eventuellen Wasserpflanzen ab. Für Anfänger ist es darum nicht immer leicht um in dem Riesenangebot an
speziellem Aquarium Zubehör die genau richtigen Leuchtmittel für ihr Aquarium
zu finden. Darum einige grundlegenden Informationen über die verschiedenen Arten an Aquariumbeleuchtung und deren
Eigenschaften.
Leuchtstoffröhren-T8 und T5 Aquariumbeleuchtung
Leuchtstoffröhren sind, insbesondere bei Süßwasseraquarien, die am
häufigsten verwendeten Leuchtmittel zur Aquarienbeleuchtung und man muß sich zwischen T8 und T5 Röhren entscheiden.
Beide haben ihre Vor- und Nachteile und welche Röhren am Besten sind hängt u.a. auch von den Lichtbedürfnissen der
Aquariumbewohner ab.
T8 Leuchtstoffröhren haben einen Durchmesser von etwa 26 mm, sind
billiger als T5 Röhren und es gibt Sie in nahezu allen Lichtfarben. T5 Leuchtstoffröhren haben einen Durchmesser
von 16 mm, sind etwas teurer, bieten jedoch auch eine höhere Lichtintensität und sind damit auch für
Salzwasseraquarien geeignet.
LED Aquariumbeleuchtung
LED Aquariumleuchten sind, obwohl auch wieder nicht mehr so neu, bei
vielen Aquarienbesitzern noch nahezu unbekannt. LED (Light Emitting Diode) war ursprünglich, wegen seiner geringen
Lichtintensität, nur als ergänzende Nachtbeleuchtung für Aquarien geeignet. Weiterentwicklung und Verbesserung der
LED-Technologie haben ihre Leuchtkraft jedoch stark verbessert und die meisten Süßwasserpflanzen und Fische
gedeihen heutzutage hervorragend unter diesem Licht.
LED Aquariumbeleuchtung ist sehr energie-effizient und hat eine
Lebensdauer von bis zu 50.000 Betriebsstunden. Ihren höheren Anschaffungspreis kann man damit langfristig wieder
einsparen. Die Herstellung von LED Leuchtmitteln kommt, im Gegensatz zu Leuchtstoffröhren und HQI-Lampen, ohne
Verwendung von giftigen Chemikalien aus und LED Licht ist damit die umweltfreundlichste Aquariumbeleuchtung. Ein
weiterer Vorteil ist ihre geringe Wärmeabgabe und geringer Einfluß auf die Wassertemperatur.
HQI Aquarium Beleuchtung
HQL und HQI Aquarium Beleuchtung ist am teuersten, verbraucht viel
Strom und erzeugt eine Menge Wärme und ist darum nicht zur Verwendung in kleinen Aquarien geeignet. Beim Betrieb
von Meerwasser- und Riffaquarien gehören diese Lampen jedoch zum Standard.
Vorteile HQL und HQI Aquarium Beleuchtung:
HQL und HQI Lampen haben eine hohe Lichtausbeute und sind, im
Gegensazt zu Leuchtstoffröhren und LED Aquariumbeleuchtung wobei die Lichtabgabe über die gesamte Oberfläche der
Röhren verteilt ist, Punktlichtquellen Die auf den Wellen auf der Wasseroberfläche einen schönen
Licht-Schatten-Effekt erzeugen. Dies macht ein Aquarium um einiges attraktiver.
HQL und HQI Lampen sind Punktlichtquellen, alles Licht kommt von
einem einzigen kleinen Punkt in der Brennkammer der Lampen, ist darum von hoher Intensität und kann bis auf den
Boden von tiefen Aquarien durchdringen. Bei tiefen Aquarien sind Sie, ungeachtet ihrer Nachteile, darum meist die
einzige Option. HQL Leuchtmittel werden hauptsächlich in den Wattstärken 80 und 125 Watt benutzt während HQI Lampen
bis zu einer Stärke von 1.000 Watt erhältlich sind.
Nachteile HQL und HQI Aquarium Beleuchtung:
Der größte Nachteil bei der Verwendung dieser Art von
Aquariumbeleuchtung sind wahrscheinlich die hohen Anschaffungskosten der Lampen und Armaturen, ihre vergleichsweise
kurze Lebensdauer und ihr hoher Stromverbrauch.
HQL und HQI Lampen erzeugen sehr viel Wärme und können die
Wassertemperatur stark erhöhen. Dadurch entsteht die Notwendigkeit um das Wasser zu kühlen, was eine zusätzliche
Belastung für den Geldbeutel bedeutet.
HQL und HQI Lampen erzeugen ein sehr starkes und intensives Licht,
viel stärker und intensiver als gewöhnliche Zimmerbeleuchtung, und ein Teil davon wird ins Zimmer abgestrahlt und
kann sehr störend wirken.
Allgemeine Regeln zur Aquariumbeleuchtung
Als Grundregel bei der Dauer der Beleuchtung kann man von 8-10
Stunden bei Aquarien mit nur Fischen und, wenn man auch noch Pflanzen im Aquarium hat, von
10-14 Stunden täglich ausgehen. Von da na kann man sich an die optimale Beleuchtungsdauer mit minimalem
Algenwachstum herantasten.
Als Grundregel zum Bestimmen der erforderlichen Lichtstärke kann man
bei Süßwasseraquarien mit nur Fischen von 1 Watt pro 2 Liter Wasser und in Süßwasseraquarien mit Fischen und
Pflanzen von 2-3 Watt auf 2 Liter Wasser ausgehen. Je tiefer ein Aquarium, je tiefer das Licht ins Wasser
eindringt, je schwächer Es wird. 6 Watt an der Oberfläche sind bei einem wirklich tiefen Wasserbecken vielleicht
nur noch ein Watt am Boden. Es gibt viele ausgezeichnete Wasserpflanzen im 2-3 Watt Bereich wobei die Stromkosten
in Grenzen bleiben. Bei anspruchsvollen Pflanzen mit einem Lichtbedarf von 4 Watt und mehr entsteht eine ganz neue
Situation. Mehr Licht ist nicht immer besser, sondern kann zu starkem Algenwachstum, Veränderungen der Wasserwerte,
zu Temperaturschwankungen und Wasserverdunstung führen. Bevor man sich für Pflanzen mit hohen Lichtanforderungen
entscheidet sollte man sich darum zuvor erst ausreichend über alle eventuell auftretende Konsequenzen
informieren.
Die Lichtperioden bei der Aquariumbeleuchtung müssen zu regelmäßigen
Zeiten stattfinden. Dazu kann man sich am Besten eine Zeitschaltuhr kaufen, so daß man am Sonntagmorgen nicht um 6
Uhr aufstehen muß um die Lampen anzuschalten. Dimmbares Licht, womit man einen Sonnenauf- und Untergang simulieren
kann, verdient den Vorrang.
Die Farbtemperatur der Aquariumbeleuchtung wird in Kelvin (K)
ausgedrückt, ist bei Süßwasseraquarien weniger wichtig und bestimmt im Prinzip nur das Aussehen des Aquariums und
seiner Bewohner. Die Farbe der Fische wird sich bei unterschiedlichen Farbtemperaturen ändern. Eine 3.000 Kelvin
Beleuchtung wird ein schönes warmes gelbes Licht erzeugen, während ein 6.700 Kelvin Licht dem Tageslicht am
Nachmittag unter einem azurblauen Himmel gleicht. Farbtemperaturen von 3.000-7.800 Kelvin sind die ideale
Aquariumbeleuchtung für Süßwasseraquarien.